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Aus Worten können Wege werden

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
 
ZEHN JAHRE TELEFONSEELSORGE UNTERMAIN!
  • 10 Jahre gehen schnell ins Land.
    Im Jahr 1998 begannen 31 neue Mitarbeitende bei der Telefonseelsorge Untermain mit der Arbeit am Telefon. Sie wurden ein Jahr für die Begleitung der Anrufenden ausgebildet.
    In den letzten zehn Jahren waren nach der Ausbildung insgesamt 102 Frauen und Männer für die Anliegen der Anrufenden bei Tag und Nacht am Telefon.
    66 von ihnen arbeiten heute noch aktiv mit - 12 von ihnen seit 10 Jahren.


  • 170 001 Anrufe haben sie entgegen genommen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
    60 - 65 % der Anrufenden waren Mädchen und Frauen, 35 - 40 % Jungen und Männer.
    Häufigste Themen in diesen Jahren waren Schwierigkeiten in Partnerschaften, Ehen und Familien, zunehmende Einsamkeit von Menschen, die steigende Zahl psychisch erkrankter Menschen, die unsichere Situation auf dem Arbeitsmarkt und der soziale Abstieg sowie die Hoffnungslosigkeit bei längerer Arbeitslosigkeit. Wir hörten auch oft von körperlichen, seelischen und sexuellen Gewalterfahrungen.
    Vielfältige Probleme des Lebens begleiteten die ehrenamtlich Mitarbeitenden in den 10 Jahren - ebenso Menschen, die ihre Situation nicht mehr ertragen konnten und sich töten wollten.

EREIGNISSE IN DEN LETZTEN 10 JAHREN

  • Noch vor ein paar Jahren dachte niemand daran, dass Kommunikationsmedien so schnell unseren Alltag verändern.
    Wie Sie aus der Navigation links ersehen, nutzt auch die Telefonseelsorge die neuen medialen Möglichkeiten für die Seelsorge. Sie stellt sich den neuen Herausforderungen und unterstützt die Menschen per Telefon, Mail und Chat.
    Trotz der Möglichkeit ständig über mediale Kommunikation mit anderen verbunden zu sein, sind aber die Anrufenden, die sich einsam fühlen, nicht weniger, sogar eher mehr geworden.


  • Mit der Einführung der Regelungen von Hartz IV für arbeitslose Menschen wurden wir mit vielen Ängsten angerufen - bis hin zu Suizidgedanken.
    Wir begleiten viele, die lange Zeit arbeitslos sind und mit dem Regelsatz von Hartz IV leben müssen. Wir hören, wie schwierig das Leben in der Arbeitslosigkeit ist und von vielen finanziellen Problemen.
    Meist kommen noch gesundheitliche Beeinträchtigungen, partnerschaftliche, familiäre sowie soziale Auswirkungen hinzu.
    Wir unterstützen sie, indem wir versuchen ihnen Zuversicht, Vertrauen und Geborgenheit zu vermitteln.
    Wir verweisen bei Bedarf auf Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen am Untermain.


  • Am 8. März 2006 wurde das D1-Netz regionalisiert.
    Das bedeutet für D1-Handyanrufende bei der Telefonseelsorge, dass sie der nächsten freien Stelle zugeschaltet werden und dort an die örtlichen Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Pfarreien verwiesen werden können.


TENDENZEN

  • Die Telefonseelsorge ist als "technisches Medium" von der weiteren Entwicklung und Einführung der Internet-Telefonie betroffen.
    Die Zukunft wird zeigen, welche Chancen, Möglichkeiten und Grenzen durch diese Art der "Datenübermittlung" in einem Gespräch gegeben sind.


  • Falls Sie sich ehrenamtlich am Telefon für Menschen mit ihren Sorgen und Problemen engagieren wollen, melden Sie sich bei uns. Wir suchen jährlich neue Mitarbeitende.

Gott gab uns Atem


1. Gott gab uns Atem, damit wir leben, er gab uns Augen, dass wir uns sehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.


2. Gott gab uns Ohren, damit wir hören. Er gab uns Worte, dass wir verstehn.
Gott will nicht diese Erde zerstören. Er schuf sie gut, er schuf sie schön.


3. Gott gab uns Hände, damit wir handeln. Er gab uns Füße, damit wir fest stehn.
Gott will mit uns diese Erde verwandeln. Wir können neu ins Leben gehn.





  

 © 2005 - 2009  Telefonseelsorge Untermain - Tel. Nr. 0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222